Stadthalle

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Über die Stadthalle

Die Stadthalle war im 20.Jahrhundert eine wichtige Kultureinrichtung der Stadt Görlitz an der Reichenberger Straße, nahe des Stadtparkes. Die Stadtverordneten entschieden sich am 28. September 1900 für den Bau der Stadthalle. 1905 engagierte man den Berliner Theaterarchitekten Bernhard Sehring zur Umsetzung des Vorhabens[1]. Am 27. Oktober 1910 wurde sie als Veranstaltungsort der Schlesischen Musikfeste eröffnet. Während der Bauarbeiten 1908 stürzte die Stahlkonstruktion der Hallendecke ein und forderte 5 Tote und 11 Verletzte.

Der hohe Modernisierungsbedarf und die ungenügende Selbstfinanzierung führten offiziell zu dem Entschluss, die Stadthalle nicht mehr zu betreiben und das Objekt zu verkaufen. Am 31. Dezember 2004 wurde die Stadthalle Görlitz durch den Eigentümer, die Stadt Görlitz, "stillgelegt". 2008 konnte noch kein passender Käufer gefunden werden. Der Stadtrat beschloss, die Halle durch die Stadt wieder selbst zu reaktivieren. Ende Januar 2010 beschloss der Stadtrat die Sanierung der Halle für 20 Mio. € (16Mio Efre-Förderung, 4,3Mio Eigenanteil). Die größte Herausforderung stellen jedoch die Betriebskosten für die Halle dar. Hier wurde noch kein Betreiberkonzept gefunden. Am 18. Oktober2012 nimmt der Stadtrat aufgrund zu hoher finanzieller Risiken den Sanierungsbeschluß wieder zurück.

Seit Januar 2004 setzt sich ein Förderverein für die Sanierung und Wiedereröffnung der Halle ein. Mit dem Sommerfest mit "Bill Ramsey" u.a. vom 29. Juni 2013 brachte der Verein das Gebäude der Öffentlichkeit wieder ins Bewusstsein. Seit Anfang 2017 nahm eine Stadthallenstiftung die Arbeit auf. Stifter sind die Stadtwerke Görlitz AG, die kommunalen Wohnungsgesellschaft KommWohnen Görlitz und die Stadt Görlitz. Ihr Ziel ist die Finanzierung von Sanierung und Wiederinbetriebnahme der Einrichtung.

Im Februar 2013 diente der große Saal, der Keller sowie die Ostfassade als Kulisse zum Film "The Grand Budapest Hotel".

Stadthallengarten

Unter der Regie des Stadtgartendirektors Ernst Schneider entstand in den Jahren von 1906 bis 1910 die als "Konzertgarten" zu Halle gehörende Anlage. Der Garten gilt aber als eigenständige architektonische Gartenanlage und wird bis in die Gegenwart hinein genutzt. Einige Gastronomiegebäude entstanden zu DDR-Zeiten. In den Sommermonaten ist der Stadthallengarten geöffnet und bietet Veranstaltungen an.

Fotoimpressionen

Lage

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Anschrift

Stadthalle Görlitz
Am Stadtpark 1
02826 Görlittz

Weblinks

Fußnoten

  1. Siegfried Hoche: "Der Stadthallengarten in der Geschichte", GerHarT, Nr.35, S.3, Mai 2016